Willkommen auf unserem Blog…
Zunächst möchten wir uns vorstellen:
Hierzu gleich ein kleiner Film auf Youtube (Klick mich an)
Wir das sind die Berufsausbilder des Berufsförderungswerk der Fachgemeinschaft Bau gGmbH. Wir bilden junge Menschen im Bauhauptgewerbe (Betonbau, Fliesenleger, Zimmerer, Straßenbauer, Kanalbauer, Rohrleitungsbauer, Gleisbauer, Brunnenbauer, Spezialtiefbauer, Holz- und Bautenschützer, Trockenbauer, Stuckateure und Maurer) aus.
Einige von uns üben ihren Beruf seit über 30 Jahren, andere „erst“ seit 15 Jahren aus.
Es macht uns Spaß Jugendliche auf ihre Zukunft und die Herausforderungen, die Sie auf den Baustellen erwarten vorzubereiten.
Unser Arbeitgeber:
Ist das Berufsförderungswerk der Fachgemeinschaft Bau gGmbH.
Früher waren wir der Fachgemeinschaft Bau Berlin & Brandenburg e.V. direkt, als Abteilung, angegliedert. Doch wie auch in vielen anderen Berufssparten hat sich die Fachgemeinschaft entschieden Kapital und Arbeitnehmer voneinander zu trennen. So kam es, das man uns am Freitag den 16.09.2005, kurz vor Feierabend einen neuen Arbeitsvertrag unter die Nase hielt, mit der Auflage, diesen bis zum Montag den 19.09.2005 unterschrieben zurück zu geben. Wir standen vor einer schweren Entscheidung. Entweder den Arbeitsvertrag bis Montag früh 7.00 Uhr unterschrieben abgeben oder Kündigung bzw. Auflösung des Lehrbauhofes.
Inhalt des Vertrages war zum einen der Übergang von der Fachgemeinschaft Bau Berlin & Brandenburg e.V. zum Berufsförderungswerk der Fachgemeinschaft Bau gGmbH und zum anderen deutlich schlechtere Arbeitsbedingungen, wie zum Beispiel:
Abschaffung der Sozialtage, bzw. Verringerung auf das gesetzliche Minimum
Krankschreibung ab dem ersten Fehltag (Vorher ab dem vierten)
Schrittweise Abschaffung des zusätzlichen Urlaubsgeldes
Schrittweise Abschaffung des Weihnachtgeldes
Verringerung des Einkommens
Verringerung der Arbeitszeit von 40 auf 37 Stunden (Tatsächlich arbeiten wir nach wie vor 40 Stunden. Die Überstunden müssen abgebummelt werden und “können” nicht ausgezahlt werden)
Statt 30 Tage Urlaub, nur noch 25 Tage Urlaub
Der uns genannte Grund, der angeführt wurde, ist wohl den meisten von euch bekannt.
Arbeitsplatzsicherung!?
Das Ergebnis:
Seit 13 Jahren keine Gehaltserhöhungen, sondern zusätzlich noch Lohnabbau und gravierende Einschnitte in die Rahmenbedingungen
Von ehemals mehr als ~55 Kollegen sind heute noch ~16 übrig
(wo ist die Arbeitsplatzsicherung nur geblieben?)
Unsere Misere:
Zu den Hochzeiten haben ~55 Kolleginnen und Kollegen ~1000 Auszubildende betreut, heute betreuen ~16 Kolleginnen und Kollegen ~750 Auszubildende. „Eventuell“ anfallende Engpässe, werden heute durch sogenannte Honorarkräfte abgefangen, die häufig keinerlei Erfahrung in der Berufsausbildung vorweisen, sondern entweder selbstständig oder arbeitslos sind.
Die Engpässe sind mittlerweile zur Gewohnheit geworden, so bilden heute im ersten Ausbildungsjahr fast ausschließlich Honorarkräfte aus. Das nach Auffassung der Berufsausbilder und der Auszubildenden mit Einführung der Honorarkräfte, die Qualität der Ausbildung gelitten hat, scheint unseren Arbeitgeber nicht zu interessieren. Spricht man derartiges an, heißt es schlicht: „Sie sind den Honorarkräften nicht wohl gesonnen“ oder „Das lassen Sie mal meine Sorge sein“.
Verbesserungsvorschläge:
-Im Rahmen eines Auszubildenden Austausches mit Norwegen (Leonardo Da Vinci Projekte), musste ein Kollege sich mit dem Geschäftsführer darum streiten, das er seine Auslagen und seine Arbeitszeit in Norwegen vergütet bekam. Die Belobigung für den betriebenen Aufwand sah so aus, das ihm der Geschäftsführer mitteilte, das die geleistete Arbeit, bzw. der Mehraufwand nichts besonderes sei und wenn er es nicht weiter machen wolle, könnte das auch jeder andere übernehmen. Welch Motivation!
-Seit Jahren wird darum gekämpft Computer in den Büros der Ausbilder zu etablieren, um denen die Informationsbeschaffung und Zusammenarbeit mit anderen Ausbildungszentren zu erleichtern, bzw. zu ermöglichen. Begründung: Daran arbeiten wir. (Seit fast 10 Jahren)
-Bücher und veränderte Normen sollen sich die Ausbilder selbst beschaffen und finanzieren. Begründung: Sie verdienen genug!
-Projekte in und für die Öffentlichkeit unter sozialpolitischen Aspekten, z.B. für Schulen, Kindergärten, staatlichen Altersheimen und sonstigen staatlichen Einrichtungen sind nicht erwünscht und werden von vornherein abgelehnt.
Begründung: Unsere Mitglieder (zur Erinnerung: die Fachgemeinschaft Bau ist der Arbeitgeberverband für Berlin & Brandenburg) wollen solche Projekte nicht, da wir Ihnen damit die Arbeit wegnehmen.
Da wird in der Öffentlichkeit gepredigt wir müssen etwas für unseren Nachwuchs tun. Wenn es dann aber darauf ankommt Initiative zu ergreifen und tatsächlich innovative Wege einzuschlagen, will keiner mehr etwas davon wissen.
Usw. usw. usw.
Die jüngsten Ereignisse:
28.08.2009:
Nachdem die Tarifkommission seit Februar 2008 erfolglos Gehaltsverhandlungen im Namen der Belegschaft geführt hatte, sind diese am 28.08.2009 als gescheitert erklärt worden. Das letzte Angebot der Arbeitgeberseite sah folgendermaßen aus:
Arbeitszeitverlängerung bei Lohnausgleich, auf Basis der geltenden Stundensätze (Verträge).
Dies ist kein Angebot, sondern eine Provokation!
09.09.2009:
Darauf folgte am 09.09.2009 die Urabstimmung, die mit einer Zustimmung von 100% eindeutig ausgefallen ist.
16.09.2009:
Am Mittwoch den 16.09.2009 sind die Ausbilder des Lehrbauhofes erstmalig von 11.00 – 16.00 Uhr in den angemeldeten Ausstand getreten, um am 20. Ordentlichen Gewerkschaftstag der IG BAU im Berliner Estrel Hotel teil zu nehmen und mit Bundesarbeitsminister Olaf Scholz in Kontakt zu treten.

Wir wurden mit stehenden Ovationen auf dem Gewerkschaftstag begrüßt.
Zum Abschluss der Gespräche erhielten wir folgendes Schreiben.

17.09.2009:
Wie sehr wir von unserem Arbeitgeber für unseren Einsatz und unsere Leistungen geschätzt werden, durften wir bereits am nächsten Tag erfahren. Wir standen vor verschlossenen Türen und wurden von Sicherheitskräften daran gehindert unsere Arbeit wieder aufzunehmen.
Der Geschäftsführer Bank ging sogar soweit seinen Mitarbeitern den Zugang und das mitnehmen ihrer persönlichen Sachen zu verweigern, so dass die Polizei zur Unterstützung gerufen werden musste.

Selbst dem Betriebsrat wurde der Zugang zum Gelände verwehrt, weshalb er seinen Betriebsratsaufgaben nicht nachkommen konnte. Trotz des Hinweises unseres Betriebsratsvorsitzenden, das dieses Verhalten dem Betriebsverfassungsgesetz entgegen stehen würde und sich der Geschäftsführer strafbar machen würde, lies diesen kalt.
Daraufhin musste ein Schnellverfahren beim Arbeitsgericht eingereicht werden, aus dem hervorgehen sollte, das dem Betriebsrat der Zugang zum Gelände gewährt werden muss. Dieser Beschluss ist dem Betriebsrat und dem Geschäftsführer am 22.09.2009 zugegangen, mit dem Inhalt das dem Betriebsrat das Betreten und der Aufenthalt auf dem Betriebsgelände zur Erledigung von Betriebratsarbeiten zu gestatten ist, für den Fall der Zuwiderhandlung gegen eine der Verpflichtungen, wird ein Zwangsgeld in Höhe von bis zu 10.000,00 € angedroht.
Soweit musste es nun kommen. Traurig!!!
Dazu ein Bericht vom 19.09.2009 aus dem Tagesspiegel:
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/art271,2903137

23.09.2009:
Zu den zugesagten Verhandlungen kam es jedoch nicht, weshalb es am Mittwoch den 23.09.2009 wiederholt zu einer angemeldeten Arbeitsniederlegung für die Zeit von 10.00 – 16.00 Uhr gekommen ist. Wir schlossen unsere Hallen ab, da wir es nicht verantworten können die Auszubildenden ohne Aufsicht in den Hallen weiter arbeiten zu lassen und begleiteten Sie zum Büro der Geschäftsführung. Hier wurden unsere Azubis bereits erwartet und in Schulungsräume verwiesen, um zunächst einmal ab zu warten.
Wir, die Ausbilder des Lehrbauhofes haben den Tag genutzt, um uns darüber ein Bild zu machen, mit welcher Ausstattung andere Lehrbauhöfe ausbilden.
Wir mussten mit erschrecken feststellen, das die Ausbilder in anderen ÜAZ`s offensichtlich auf mehr Gehör stoßen, wenn es darum geht die Ausbildung voran zu treiben und ständig zu verbessern.
“Davon können wir nur träumen” sagte ein Kollege zu mir…
24.09.2009:
Am darauf folgenden Tag trafen wir an unserem angestammten Arbeitsplatz auf die selbe Situation wie eine Woche zuvor.
Die “paramilitärisch gekleideten schwarzen Sheriffs” hatten sämtliche Zugänge versperrt und hinderten uns am betreten des Geländes.
Diesmal wartete der Geschäftsführer Bank am Tor auf uns. Fotografieren lassen wollte er sich nicht…

und verteilte, mit einem lächeln im Gesicht, folgende Schreiben:

Selbstverständlich wird kein Ausbilder ein Schriftstück aufsetzen und unterschreiben, indem es darum geht auf seine Grundrechte zu verzichten (Das Streikrecht (Arbeitskampfrecht) ergibt sich aus Art. 9 Abs. 3 GG, der Koalitionsfreiheit).
Damit war der 24.09.2009 für uns noch nicht vorbei. Wir zogen uns zurück und berieten über unsere weitere Vorgehensweise.
Es wurden zwei Gruppen gebildet. Einige unsere Kollegen fuhren noch zum Arbeitsgericht mit unserem Betriebsratsvorsitzenden. In der Verhandlung ging es, wie leider allzu oft geschehen, um die Behinderung der Betriebsratsarbeit seitens unseren Geschäftsführers Bank. Die Entscheidung des Gerichts bleibt abzuwarten.
Die anderen trafen sich mit dem stellvertretenden und dem Regionalleiter der IG BAU Berlin, um das Vorgehen am nächsten Tag zu beraten.
25.09.2009:
Uns erwartete das gewohnte Bild. Allerdings waren diesmal nicht nur vier Sicherheitskräfte zu sehen, sondern acht oder mehr!!
Der Morgen begann damit, das solidarisierende ehemalige Auszubildende uns vor dem Tor besuchten und uns mit Kaffee versorgt haben.
Selbst ein ehemaliger Auszubildender der an dem Austauschprogramm mit Norwegen teil genommen hatte und gerade aus Norwegen (Oslo) zurückgekommen war, verbrachte den halben Tag mit uns vor der Einfahrt zum Ausbildungsgelände.

Über den Tag verteilt kamen nach und nach immer mehr Auszubildende, die derzeit durch besagte Honorarkräfte betreut wurden und erkundigten sich bei uns darüber, mit welcher Herangehensweise Sie die Ihnen aufgetragenen Werkstücke am besten erledigen könnten. Es wurden von Seiten der Auszubildenden absichtlich Ihnen bekannte Fehler eingebaut und die Vertretung gefragt, ob Ihre Arbeit so in Ordnung sei. Ja, alles hervorragend war die Antwort!
Deshalb gab es immer mehr Beschwerden bei uns über die Qualität der Ausbildung. Die Gewerkschaftsmitarbeiter gaben den Auszubildenden zu verstehen, das uns hier die Hände gebunden seien, aber Sie die Möglichkeit hätten sich direkt beim Geschäftsführer Bank zu beschweren, was die Azubis auch taten. Es gibt mittlerweile mehrere Beschwerdebriefe von Seiten der Auszubildenden. Zwei wollen wir hier veröffentlichen.


Später mussten wir von den Auszubildenden erfahren, das Sie im Anschluss an diese Schreiben vom Geschäftsführer unter Androhung von Kündigung daran gehindert werden sollten sich noch einmal dem Tor zu nähern.
Die Auszubildenden ließen sich nicht beirren und kamen dennoch zu uns und berichteten über die Vorgänge auf dem Betriebsgelände. „Herr Bank hat die Preise am Imbiss um 0,50 € gesenkt“, sagte uns einer der Auszubildenden. „Wir lassen uns aber nicht erpressen“, sagte ein anderer.
Gegen Mittag erschien dann der Regionalleiter der IG BAU Berlin, Rainer Knerler, mit der Absicht das Gespräch mit Herrn Bank zu suchen. Dieser verweigerte ihm jedoch den Zutritt.
Nachdem er über die Vorkommnisse auf dem Gelände informiert war und die Schreiben der Auszubildenden gelesen hatte bat er nochmal um ein Gespräch mit dem Geschäftsführer Bank, diesmal jedoch in seiner Eigenschaft als Vorstandsvorsitzender der Sozialkasse des Berliner Baugewerbes. Er wollte sich nun ein Bild machen über die Situation der Auszubildenden. Auch diesmal verwehrte man ihm den Zugang zum Betriebsgelände, mit der Auskunft er habe im Vorfeld kein Gesprächstermin vereinbart.
Daraufhin rief Herr Knerler die Geschäftsführerin der Sozialkasse des Berliner Baugewerbes an und verlangte das Herrn Bank umgehend ein Fax zugesandt wird, indem er um Einlass auf das Gelände bat.
Die Sozialkasse entscheidet letztlich über die Vergabe der Fördermittel, die dem Lehrbauhof für die überbetriebliche Ausbildung der Auszubildenden des Bauhauptgewerbe zur Verfügung gestellt werden.
Zu den Vorkommnissen der letzten Tage hier noch ein Artikel aus dem Berliner Kurier vom 26.09.2009:

Die verbliebenen Ausbilder vom Lehrbauhof Marienfelde bedanken sich für eure Aufmerksamkeit!!!
Spätestens nächste Woche wird es an dieser Stelle weitere Berichte geben.
Wer an Tagesaktuellen Informationen über die Geschehnisse interessiert ist, kann gerne unserem Twitter folgen unter:
http://twitter.com/Arbeitskampflbh
Über einen Kommentar ihrerseits würden wir uns sehr freuen!!!
mojen IG-Bau Mitglieder
ich hab mitbekommen das der herr bank euch wegen dem streik feuern will
also ich muss sagen das wir dank euch wenigstens etwas lernen auch wenn des schon im 1. l-jahr nich so is
ich bekomm ja selber mit wie schlecht die azubis von jahr zu jahr werden bei dem einen kurs bei dem ich dabei war waren die extrem viel zu langsam zum pflastern und hatten keine grundkenntnisse und ich glaub das es sehr schwer wird das wieder aus zu holen und wenn dann noch honorarkräfte kommen und uns ausbilden sollten dann wird der bau baruf immer schlechter und immer weniger werden da sein bis die berufe aussterben weil keiner die prüfungen schafft
und das kanns ja nich sein der lbh brauch lehrMEISTER und keine lehrkräfte die warscheinlich niche ma erfahrung in dem gebiet haben und wenn nur wenig obwohl es auch 1. außnahme gibt von allen den die ich kenne
ich hoffe das ihr was dagegen machen könnt viel glück und hoffentlich bis bald
Kommentar von Ricky — 16. November 2009 @ 16:52 |
hallo leute, ertmal möchte ich euch meine uneingeschränkte solidarität und meinen respekt zum ausdruck bringen. obwohl ich schon letzte woche von eurem arbeitskampf gehört habe,hab ichs doch erst heute ins netz geschafft(leider keinen eigenen zugang). so traurig wies klingt,aber ich glaube das es unter der neuen regierung gängige vorgehensweise werden könnte,erfahrene “alteingesessene” kräfte (die aufgrund ihrer erfahrung und langer berufsjahre berechtigte forderungen stellen), gegen honorarkräfte/mitarbeiter mit rel. kurz befristeten verträgen zu tauschen,da jene froh über einen posten sind,sich aufgrund der befristung und (möglicherweise)mangelnder gewerkschaftl. organisierung etc. kaum gegen schikanen des arbeitgebers wehren werden.das ist liberale wirtschaft,juhuh!das sich dadurch das “label” made in germany (bezogen auf innovation durch bestens ausgebildete fachkräfte/hochangesehenen ausbildungsstandart)sein eigenes grab schaufelt versteht sich von selbst.möge es nicht soweit kommen!in diesem sinne die besten wünsche und alles gute…
edward lode,auszubildender
Kommentar von eddi — 9. Oktober 2009 @ 18:16 |
Vielen Dank für Deine Meinung…
Kommentar von lbhmarienfelde — 18. Oktober 2009 @ 08:35 |
Liebe Ausbilder des LBH,
seit vielen Jahren arbeite ich mit den Kolleg/Innen des Lehrbauhofes -der Verwaltung und der Zimmererausbildung zusammen. Mit großem Unverständnis habe ich die Entlassung von langjährigen, engagierten Mitarbeiter/Innen der Verwaltung bzw.von sehr kompetenten Lehrmeistern der praktischen Ausbildung zur Kenntnis genommen.
Meine Hochachtung gilt Eurem Mut, Euch aktiv zu wehren!Ich möchte meine Solidarität bekunden und hoffe, dass Ihr Erfolg habt!
Seit über 15 Jahren kenne ich durch meine Prüfertätigkeit das hohe Ausbildungsniveau der praktischen Zimmererausbildung,schätze die gute Vorbereitung der Zwischen-und Gesellenprüfungen, sowie die stetige Hilfsbereitschaft und Zusammenarbeit des Kollegen Schwiderrek bei fachlichen und pädagogischen Problemen in der Ausbildung!
Ich wünsche Euch von ganzem Herzen Erfolg bei Eurem Arbeitskampf, in der Hoffnung,dass Ihr bald wieder motiviert an Eure Arbeit gehen könnt und Ihr und Eure Familien zur Ruhe kommt.
….Nicht aus jeder Handlung erwächst Glück,
aber es gibt kein Glück, ohne zu handeln!…
Karin Löschinger
(Lehrerin der Fachtheorie)
Kommentar von Karin Löschinger — 7. Oktober 2009 @ 17:15 |
Liebe Karin,
es hat mich und meinen Kollegen mit Freude erfüllt, Deinen Kommentar zu lesen. Wir sind seit fast 15 Jahren eine gemeinsame Wegstrecke gegangen, um die Entwicklung der Ausbildung insgesamt, sowie die Selbständigkeit der Jugendlichen im Detail zu fördern.
Du hast die Entwicklung der Arbeitsverhältnisse in unserem Unternehmen in den letzten Jahren mit erlebt und mit nicht aufhörendem Kopfschütteln begleitet. Wir haben Anteil genommen an der Entwicklung junger Menschen, die auf Wanderschaft gegangen sind, im Ausland einen neuen Arbeitsplatz gefunden haben; durch Projekte, in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft, in Dänemark und auch mit dem Bildungsverein Bautechnik in Norwegen. Wir haben den heranwachsenden Perspektiven eröffnet, persönliche Netzwerke aufgebaut und sind gegen rechtsradikales Gedankengut vor gegangen.
Dies bedeutete ständigen persönlichen Einsatz und Engagement.
Mein Geschäftsführer weiß dazu nur wenige Dinge zu sagen, die da wären „Das bringt uns wirtschaftlich nichts“ und „wenn Sie diese Arbeit nicht machen findet sich Morgen schon ein anderer“.
Also ist wohl seiner Ansicht nach Perspektivlosigkeit, Arbeitslosigkeit, Hartz IV und letztendlich der Abrutsch in das gesellschaftliche Abseits von einem höheren Interesse. Natürlich, wer unten und ohne Perspektiven ist, arbeitet auch für einen deutlich abgesenkten Mindestlohn, wie vom ZVOB gefordert.
Mit der Entlassung des Büropersonals und deren Ersatz durch einen Personaldienstleister sollen die Kontakte zu Kammern, Verbänden und anderen Institutionen eingefroren werden. Als letzten Schritt werden nun die fest angestellten Ausbilder zur Schlachtbank geführt, um das Chaos perfekt zu machen.
DIE VORGEHENSWEISE DER GESCHÄFTSFÜHRUNG AUF DEM LEHRBAUHOF IST BEWUSST UND GEPLANT!!!
Ich gehe davon aus, das wir weder an unserem Arbeitsplatz, noch in unseren Familien für eine lange Zeit nicht zur Ruhe kommen werden. Eines hat die Situation jedoch für sich, die Kollegialität und Solidarität untereinander ist enorm gewachsen.
Karin, ich danke Dir für Deine unterstützenden Worte und für Deine Zeit die Du uns gewidmet hast, obwohl Du selbst mit diversen Problemen an Deinem Arbeitsplatz zu kämpfen hast.
Lieben Gruß
Lothar Schwiderrek und Kollegen
Kommentar von lbhmarienfelde — 11. Oktober 2009 @ 12:34 |
Hallo Männers!
Tja, das waren noch Zeiten… Projekte, Zusammenarbeit zwischen Theorie und Praxis.Man kannte sich.Ja, schön war die Zeit. Die Zeit der Motivation, das Schulterklopfen, Veranstaltungen zwischen Schule und Lehrbauhof. Der Ausbilder war zufrieden, der Lehrer war´s zufrieden und im Endeffekt war es auch der Azubi. Und um den geht es doch wohl hier. Mangelnde Ausbildung geht einher mit Sparsamkeit,Unwissenheit und Unzufriedenheit. Ich spreche nicht von gewünschter Bauchpinselei sondern von ehrlicher Annerkennung der Arbeit in moralischer und finanzieller Hinsicht. Ich drücke Euch die Daumen! Ina
Kommentar von Ina — 7. Oktober 2009 @ 11:02 |
Liebe Ina…
Vielen Dank für die motivierenden Worte…
Es Grüßen die Ausbilder
Kommentar von lbhmarienfelde — 7. Oktober 2009 @ 19:52 |
André Du sprichst mir aus der Seele,
ich bin selbst in einem Ausbildungszentrum der Bauwirtschaft tätig und weiß wie wichtig die überbetriebliche Ausbildung für die Lehrlinge ist. Ich kenne auch einige der Ausbilder persönlich und weiß das sie einen guten Job machen obwohl sie keinerlei Unterstüzung durch die Geschäftsführung erhalten. Im Gegenteil,die Geschäftsführung hat nicht erkannt das der gut ausgebildete Facharbeiter für die gesamte Branche der Standortvorteil in Europa ist.
In diesem Sinne kämpft weiter für eine gerechte Entlohnung und verbesserte Arbeitsbedingungen die unseren Baunachwuchs nach vorn bringen.
Mit solidarischem Gruß
Jens Bürger
Kommentar von Jens — 4. Oktober 2009 @ 12:57 |
Hallo Jens,
vielen Dank, das Du dich mit uns solidarisierst.
Ich wäre auch Dir dankbar, wenn Du unsere Seite weiter geben würdest, damit wir möglichst viele Menschen damit erreichen.
Wenn sich der Trend Honorarkräfte, bzw. Arbeitslose in der Berufsausbildung fortsetzen sollte, können wir uns wohl von der Qualität in der Ausbildung verabschieden, wie dies auch Eindrucksvoll unsere Prüfungsergebnisse in den von Honorarkräften besetzten Kursen bestätigen.
Es ist schon traurig, wenn die Parteien von lebenslangem lernen und dem EQR, als auch DQR reden, aber sich scheinbar kaum jemand dafür tatsächlich interessiert.
Hoch Lebe unser Bildungs- und Parteiensystem ;-( – welches es zulässt, das immer mehr ordentliche Arbeitsverhältnisse in die Scheinselbständigkeit getrieben werden.
Tja, so schaffen Arbeitgeber und Regierung eine klassische Win-Win Situation.
Die Arbeitgeber sparen Kosten, als auch Sozialabgaben, können Ihre Mitarbeiter wenn Sie unbequem sind einfach feuern und die Regierung, die kann sich damit rühmen, das die Arbeitslosenquote, als auch die Kosten für Bildung nicht angestiegen sind, natürlich auf Kosten der Arbeitnehmer.
In diesem Sinne,
eine schöne Arbeitswoche…
Kommentar von lbhmarienfelde — 4. Oktober 2009 @ 20:20 |
Ich grüße die Ausbilder vom Lehrbauhof,
mit großer Freude habe ich vernommen, dass manchmal doch die Gerechtigkeit siegt!!! Ich wünsche Euch von Herzen, dass dies erst der Anfang ist und endlich gravierende Änderungen erfolgen, damit der seit mehreren Jahren beginnende Untergang vom Lehrbauhof endlich gestoppt wird! Es ist für mich seit längerer Zeit nicht verständlich, warum die Ausbildung junger Leute, die ein Teil unserer Zukunft bedeuten, heruntergewirtschaftet und teilweise mit Füßen getreten wird. Ihr habt mit Eurer Arbeit einen wesentlichen Anteil daran, dass gute Nachwuchskräfte ausgebildet werden, die später in den Firmen auf dem hart umkämpften Arbeitsmarkt mit qualitativ hochwertiger Arbeitsleistung bestehen müssen, um nicht in das große Heer der Arbeitslosen zu versinken. Und um gute Arbeit erbringen zu können, bedarf es unter anderem auch Motivation und eine positive Perspektive!!! Das sollte ein Teil der Aufgabe eines guten Arbeitgebers sein, auch Eures Arbeitgebers!!! Vielleicht sollte der Eine oder Andere in der Führungsetage darüber einmal nachdenken!
In der Hoffnung auf eine positive Wende und einen erfolgreichen Ausgang für Euren Lehrbauhof verbleibe ich mit solidarischen Grüßen André
Kommentar von André — 3. Oktober 2009 @ 12:36 |
Vielen Dank André,
auch wir hoffen, das die an der Ausbildung beteiligten zu Vernunft kommen und die Gewinnmaximierung, als auch das Outsourcing in der Berufsausbildung breit diskutiert wird, so das es doch noch zu einem guten Ende kommt.
Gruß von den Ausbildern des Lehrbauhofes Marienfelde…
Kommentar von lbhmarienfelde — 4. Oktober 2009 @ 20:26 |
Hallo liebe Ausbilder,
ich werde eure Situation auch in den Berufsbildungsausschuss einbringen.
Qualität der Ausbildung? Einhaltung der Lehrpläne? Fördermittel?
1.3.3 Ausschuss?
Na mal sehen wie die Handwerkskammer darüber entscheidet!!!
Gruß
Karsten Berlin
Kommentar von Karsten Berlin — 3. Oktober 2009 @ 08:26 |
Lieber Karsten,
ich wäre Dir dankbar, wenn Du Kontakt mit uns aufnehmen würdest. Ich denke wir könnten Dir noch den einen oder anderen Hinweis mit auf den Weg geben.
Gruß die Ausbilder
lbhmarienfelde@freenet.de
Kommentar von lbhmarienfelde — 4. Oktober 2009 @ 20:28 |
Ich wollte euch nur die uneingeschränkte Unterstützung des Bezirksvorstand Berlin, der IG-Bau mitteilen!!!
Ich habe euch am 16.09. im Estrel gesehen und war froh darüber, dass ihr die Delegierten des 20. Gewerkschaftstages noch einmal auf eure unbefriedigende Situation hingewiesen habt.
Wir stehen an eurer Seite und werden nicht weichen bis eure Geschäftsführung euren berechtigten Fordeungen nachkommt.
Gruß
Karsten Berlin
Stellvertretender Bezirksverbandsvorsitzender
Kommentar von Karsten Berlin — 1. Oktober 2009 @ 19:39 |
Hallo Karsten…
auch Dir vielen Dank für die Unterstützung!
Kommentar von lbhmarienfelde — 3. Oktober 2009 @ 06:28 |
War toll mitzuerleben, wie die Truppe gewachsen ist. Erhaltet die Solidarität zueinander. Der Weg kann noch lang und steinig sein. Ich sehe schon, dass diese Angriffsaussperrung die Arbeitsverträge lösen sollte. Deshalb “Kein Sex mit Honorarkräften”. Das sind die Streikbrecher von morgen. Übrigens wer 250.000,€ riskiert, gehört abgelöst und vors Tor!
Gruß
Jörg
Kommentar von Jörg Schütte — 1. Oktober 2009 @ 17:47 |
Guten Abend Jörg,
richtig, das hatte ich beinahe vergessen zu erwähnen. Unser IG BAU Mitglied (35 Jahre Zugehörigkeit),
Ihr habt es vielleicht in unserem Twitter gelesen, hat sich besonnen und dem Geschäftsführer Bank den Rücken gekehrt. Heute Morgen
stand er Seite an Seite mit seinen Kollegen vor dem Tor und hat wenigstens einen Tag Aussperrung über sich ergehen lassen.
Was die Honorarkräfte angeht dürfte unsere Herangehensweise wohl klar sein…
Mehr möchte ich dazu nicht sagen.
Vielen Dank auch für Deinen Kommentar. Und bis die Tage…
Kommentar von lbhmarienfelde — 1. Oktober 2009 @ 19:13 |
Liebe Ausbilder,
natuerlich geht es mir emotional gerade ein wenig so, als haette das letzte Bier hier in der Mongolei Fuesse bekommen um meinen Magen zu treten. Und ausser das mir ordentlich die Haende vor Wut zittern kann ich auch noch folgendes euch zu Ohren geben. Ihr ward damals meine Ausbilder. Ihr ward die ersten die mein Koennen geformt und darueber hinaus meine Selbststaendigkeit gefoerdert habt. Und das hat jeder einzelne von euch mit seiner eigenen Art vermocht!
Und nun hoert euch das an. Nicht nur das ich in Europa wie zum Beispiel in Rumaenien mein Wissen nun schon an junge Handwerker weiter geben konnte, selbst hier in der Mongolei ist es nun der Fall! Dabei besinne ich mich gerade in solchen Momente auf jenes solide und durchdachte was ihr mir beigebracht und zur Faehigkeit gemacht habt. Und ich stehe hier als ein Aushaengeschild des deutschen Handwerks!
Und da ist mir kotzuebel, das den Menschen die dieses Potenzial damals in mir sahen und foerderten, Anerkennung verwehrt bleibt.
Ich fordere hiermit Herr Bank auf, die verhaengte Arbeitssperre gegenueber den Meistern aufzuheben und ihnen zu zugestehen, was ihnen gebuehrt!
Mit besten Gruessen an den Mut der Kaempfenden,
der fremde Freiheitsbruder Christian Woelbeling.
Kommentar von Christian Woelbeling — 1. Oktober 2009 @ 09:32 |
Lieber Christian,
vielen Dank für Deine Anteilnahme und die positiven Äußerungen gegenüber den festangestellen Ausbildern des Lehrbauhofes. Ganz besonders freuen wir uns, dass Du trotz der gewaltigen Distanz zu uns gefunden hast. Aufgrund dessen, das uns nun selbst aus der Mongolei Unterstützung und Mut zugesprochen wird, gehen wir davon aus, das die Tippelbrüder über die Umstände in Berlin informiert sind, und uns sobald wie möglich besuchen werden.
Es grüßen die Ausbilder des Lehrbauhofes Marienfelde und ganz besonders Micha, Rudi und Frau…
Kommentar von lbhmarienfelde — 1. Oktober 2009 @ 12:51 |
Mojen Streiker und streikende
des was der Bank macht is unter aller sau ich bin seit kurzer zeit da und sehe wie die Honorarkräfte hin und her rennen nur damit ne Aufsicht da is und das is nich im sinne der Ausbildung weil dazu gehört eindeutig mehr als nur beaufsichtigt zu werden wir Azubis bekommen zur zeit keine richtige Ausbildung solange wir auf dem LBH sind und das is das letzte der “Herr Bank” sollte kündigen und man sollte einen anderen Chef einstellen.
ich hab auch mitbekommen wie mindestens 2 Personen aus dem Büro gefeuert wurden und das is meiner Meinung ein großer fehler gewesen. ich nehme ma als Beispiel Herr Kulling der kannte sich aus wenn es fragen gab und man konnte ihn immer fragen wenn man ihn gesehen hat und er kannte die Azubis auch, auch wenn mehr die die schlecht auffallen aber er kannte sie. ich hatte ma gefragt ob er mich kennt und das tat er und da is die frage jetzt wer soll sich um uns kümmern?? der Herr Bank? der kennt keenen und kann des als “Chef” auch nich das er ja angeblich andere sachen zu tun hat wobei ich nichma glaube das er was zu tun hat wenn ich ihn immer rumlaufen sehe auf dem LBH. ich hoffe ihr Ausbilder erreicht eure ziele und dürft dann bald wieder uns Azubis helfen ich wünsch euch viel glück und erfolg ihr könnt auch versuchen die Azubis bei euch vorm Tor zu halten ich denk da würden einige nich nein sagen und ich denk auch das die euch unterstützen würden soweit es gehen würde und soweit es in ihrer macht liegt
Kommentar von Ricky — 30. September 2009 @ 16:25 |
Hallo Ricky…
Zunächst einmal vielen Dank für Deinen Kommentar.
Auch wir, die Ausbilder sind überhaupt nicht glücklich mit dieser Situation.
Wenige von uns haben damit gerechnet, das der Arbeitgeber solch eine Überreaktion an den Tag legen würde!
Wie ihr vielleicht mit bekommen habt, hat uns der Arbeitgeber ausgesperrt und verwehrt uns die Wiederaufnahme unserer Arbeit. Diese Art der Reaktion (jedesmal auch die selbe Dienstleistungsfirma) auf eine befristete Arbeitsniederlegung, wird nach unseren Erkenntnissen, seit Jahren von der Fachgemeinschaft Bau und ihren Mitgliedsbetrieben angewandt, um die Belegschaft zu demotivieren und ein zu schüchtern.
Wir freuen uns, das Ihr zu uns steht. Ihr solltet jedoch nicht in die Situation eingreifen, dies würde nämlich gegen uns ausgelegt werden. Die Presseerklärung der Fachgemeinschaft Bau versucht ja bereits öffentlich das Bild zu erzeugen, wir wären für die Situation verantwortlich.
Mit freundlichen Grüßen
Die Ausbilder
Kommentar von lbhmarienfelde — 30. September 2009 @ 17:52 |
Hallo Ausbilder und Auszubildende
Ich bin der Meinung, daß dieser Hr. Bank des Amtes enthoben gehört.
Einem Menschen mit solchen machenschafften ligt mit Sicherheit nichts an den
Auszubildenden und der Qualität einer Ausbildung.
Die Qualität der Ausbildung legt den Grundstein der gesamten Beufsentwicklung.
Zusätzlich bin ich der Meinung,daß bei solchen Menschen immer eine Finanzrevision durchgeführt werden sollte.
Viel Erfolg beim Kampf für eine ordentliche Ausbildung und eine angemessene
Vergütung.
meinen beistand habt Ihr.
Kommentar von Ralf — 30. September 2009 @ 10:03 |
Vielen Dank für Deinen Beitrag. Die Idee mit der Finanzrevision werden wir im Auge behalten!
Danke für den Tip…
Kommentar von lbhmarienfelde — 30. September 2009 @ 17:11 |